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Vorbeugende Maßnahmen, um Wirbelsäulenschäden zu verhindern: Die korrekte Funktion des Rückens und Halses ist eine notwendige Grundlage für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Pferdes, darum sollte die Gesundheitsvorsorge für den Pferdebesitzer ein wichtiges Anliegen sein.

 

Gebäude:

Bei der Auswahl Ihres Pferdes für eine bestimmte Disziplin sollten Sie immer auch auf das Gebäude des Pferdes achten. Viele Rassen sind in jahrelanger Zuchtauswahl auf ein bestimmtes Zuchtziel hin selektiert worden und sind somit besonders geeignet für bestimmte Disziplinen. Speziell beim American Quarterhorse variiert das Exterieur auch stark zwischen den einzelnen Blutlinien.

Pferde mit langen Rücken neigen häufiger zu Muskel- und Bänderverletzungen, während Pferde mit einer steilen Schulter häufig Probleme mit den Vorderbeinen haben.

 

Training:

Pferde neigen vermehrt zu Blockaden und Wirbelsäulenschäden, wenn Bänder, Sehnen und Muskeln nicht den Anforderungen entsprechend aufgebaut sind. Intervalltraining, angemessene Aufwärmzeiten und Abwechslung im Training können dazu beitragen, den "Athleten Pferd" optimal zu konditionieren.

 

Ausrüstung und Sattel:

Überzeugen Sie sich von der Paßform Ihres Sattels. Ist er korrekt angepaßt, sind keine gepolsterten Satteldecken oder zusätzliche Pads nötig. Kontrollieren Sie Ihren Sattel regelmäßig, ob der Baum intakt ist. Die Sattellage sollte nach dem Reiten gleichmäßig feucht sein.

 

Beschlag:

Es ist nahezu unmöglich, daß ein Pferd mit schlecht ausgeschnittenen oder schlecht beschlagenen Hufen eine korrekt funktionierende Wirbelsäule hat, und diese auch auf Dauer halten kann. Zu hohe oder zu wenig Trachten, zu lange Zehen und ungleiche Hufwände können sich negativ auf die Bewegung und Haltung des Pferdes auswirken. Für die korrekte Funktion der Gliedmaßen-und Wirbelsäulengelenke ist es notwendig, daß das Pferd korrekt gestellt ist und korrekt fußt.

 

Hilfsmittel:

Viele Pferde werden mit Ausbindern, Martingal, Schlaufzügeln und im schlimmsten Fall sogar Hockhobbles in den gewünschten Rahmen gezwungen. Richtig eingesetzt können manche dieser Hilfsmittel eine Unterstützung im Training sein, in den falschen Händen bewirken sie jedoch das Gegenteil. Falls bei einem Pferd bereits eine Funktionseinschränkung der Wirbelsäule besteht können Hilfszügel das Problem noch weiter verschlimmern. Ständiges ruckartiges Ziehen an Führstrick oder Kette kann insbesondere bei jungen Pferden zu Verspannungen im Hals- und Nackenbereich führen.

 

Haltung:

Die meisten Sportpferde werden auch heute noch in Boxen mit begrenztem Auslauf gehalten. Je mehr Zeit ein Pferd in der Box ohne Auslauf verbringt, desto schlechter wird seine Bewegungskoordination. Die natürliche Balance leidet, was wiederum zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führt. Bocken und Wälzen sind die natürlichen Methoden des Pferdes, seine Wirbelsäule zu mobilisieren. Stellen Sie sicher, daß Ihr Pferd immer genug Auslauf hat.

 

[ Quelle: International Veterinary Chiropraktik Association ]

 

 

 

AP Pferdepraxis - Andy PETRIC