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Chiropraktiker verstehen unter einer Blockade die funktionelle Fehlstellung eines Wirbels bzw. die Blockade seiner Gelenke. Das heißt, der normale Bewegungsspielraum des Wirbels ist eingeschränkt. Wirbelsäulensteifheit, Muskelverspannungen und eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit können die Folge sein.

 


Schematische Darstellung einer Blockade. Die Wirbelsäule ist die "Datenbahn" zur Informationsleitung zwischen Gehirn, Muskulatur, Haut und allen Organen.

 

 

Ist die Beweglichkeit zwischen zwei Wirbeln reduziert, kann dies auch Auswirkungen auf die Nervenstränge haben, die zwischen diesen beiden Wirbeln aus dem Rückenmark austreten. In einem abgedrückten oder gequetschten Nerv kann es zu einer Beeinträchtigung der Reiz- bzw. Informationsleitung kommen, die für eine saubere Koordination der Körperfunktionen und somit aller Muskelkontraktionen erforderlich ist.

Jede Bewegung, vom leichten Zucken des Schweifes bis zum komplizierten Bewegungsablauf eines Spins oder Sliding Stops, wird durch die Synchronisation vieler Muskeln ermöglicht. Wenn die Nervenfasern, die diese Muskeln innervieren, in ihrer Funktion gestört sind, bricht die Koordination zusammen. Kleine Störungen werden meist nur eine geringfügige Beeinträchtigung verursachen, können jedoch bewirken, daß das Pferd bei anspruchsvollen Aufgaben nicht seine volle Leistung erbringt. Fehltritte in Folge mangelnder Koordination können dazu führen, daß in Folge Gelenke, Sehnen oder Bänder am Bein verletzt werden.

Bei bestehenden Blockaden versucht das Pferd die fehlende Flexibilität der Wirbelsäule zu kompensieren, indem es seine Bewegungen und die Körperhaltung verändert und dadurch andere Teile der Wirbelsäule oder die Gliedmaßen vermehrt belastet. Sekundär können so weitere Blockaden und eine Verschlimmerung des Zustandes hervorgerufen werden.

[ Quelle: International Veterinary Chiropraktik Association ]

 

 

 

AP Pferdepraxis - Andy PETRIC